Und tschüss 2012

2012 war kein normales Jahr, es ging stetig auf und ab. Es gab schöne Momente und einige die das alles wieder vollends in den Schatten stellten und an Negativität und Traurigkeit nicht zu übertreffen sind.

Ich fand die WG, bei der mich das erste Mal seit Beginn des Studiums Zuhause fühle, ich begegnete neuen (Internet-)Menschen, ich lernte weitere Male wie wichtig meine Familie ist und wie aufgeschmissen ich ohne sie wäre.

2012 war ein Jahr von dem ich nicht zu sagen vermag, wie ich im Nachhinein darauf zurückschauen werde.
Vergessen werde ich es aber vorerst ganz sicher nicht.

Danke für jede einzelne Reaktion. Ihr seid toll. Bis nächstes Jahr. <3

 

Lesen

Ich las über die Feiertage zwei Bücher die mir äußerst gut gefallen haben und es wert sind empfohlen und gelesen zu werden:

 

Ziemlich beste Freunde

Dass der Film gut ist weiß inzwischen wohl jeder, dass das Buch so viel besser ist hätte ich nicht gedacht. Dass für einen Film Dinge umgestrickt werden müssen war mir vorher geläufig, dass ein Film aber so aufgebaut ist, dass er nur noch am Rande mit der wahren Geschichte zu tun hat, ist dann doch ziemlich interessant.

“Ziemlich beste Freunde” wurde von Philippe Pozzo di Borgo Jahre nach seinem Unfall und einige Zeit vor der Idee zum Film diktiert. Es war bereits als Buch erhältlich bevor je ein Mensch etwas von dem Film hörte und wurde danach mit neuem Vorwort ein weiteres Mal aufgelegt.

Das Buch ist deutlich ausführlicher und beschreibt anders als der Film nicht vor allem die Zeit nach dem Unfall, sondern auch und sehr intensiv die Zeit davor und die Gefühlswelt des Philippe, der seine Frau an den Krebs verlor und selber komplett an den Rollstuhl gefesselt und von anderen Menschen abhängig ist. Es beschäftigt sich sehr damit wie lebenswert ein Leben noch ist welches komplett an Selbstständigkeit und der einen großen Liebe verloren hat. Ob man es schafft sich an Hoffnung, Freunde und Familie zu klammern oder ob man sich selbst aufgibt. Es ist hoffnungsmachend aber streckenweise auch sehr frustrierend. Eine letztendlich komplett andere Geschichte als im Film, die nur auf dem gleichen Grundgerüst aufbaut. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt, wie bei z.B. “Game of Thrones” gelangweilt, weil ich das Bewegtbild bereits kannte, sondern habe durchgängig neues “erfahren”. Bestimmt kein Buch für kurzweilige Unterhaltung. Schön ist es aber allemal.

 

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das “Schicksal ist ein mieser Verräter” hat manches mit oben genannten Buch gemeinsam. Beide sind sie streckenweise extrem frustrierend aber auch schön. Beide kann man vom Grundgedanken auf sich selber beziehen und kann tieferen Sinn daraus ziehen. Wenn man nichts dergleichen möchte kann man “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” aber auch einfach runterlesen und es als traurig schönes Buch feiern. In dem Buch erzählt der Autor von ein paar Wochen aus dem Leben der 16-jährigen Hazel Grace die an einer unheilbaren Form des Krebs erkrankt ist. Es geht um ein junges Leben zwischen Krankenhaus, Sauerstoffflaschen, Medikamenten, den normalen Gedanken einer 16-jährigen, der ersten Liebe und dem allgegenwärtigen Tod.

Ich muss zugeben, dass ich selten ein Buch las welches mich so bewegt hat wie dieses, obwohl es noch nicht einmal auf einer wahren Geschichte aufbaut. Und ich hatte auch selten ein Buch bei dem ich zwischendurch fluchen wollte, obwohl der Auto meiner Meinung nach alles richtig gemacht hat. Und noch viel seltener hatte ich ein Buch das so ein beheulenswertes, aber dennoch richtiges Ende hatte.

Lest sie. Alle beide.