Finnland Roadtrip – Tag 2

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Tag 2 unseres Urlaubs beginnt nach einer angenehmen Nacht gegen 10 Uhr. Nach kurzem Sonne tanken machen wir uns gegen 11 Uhr auf dem Weg Richtung Jyväskylä, meinem neuen Zuhause für das Auslandssemester. Dort hatten wir uns für 15 Uhr mit meiner Tutorin verabredet um den Schlüssel für mein Wohnheimzimmer zu bekommen, um dieses als Unterstellplatz für Kram aus unserem überfüllten Auto und als Schlafplatz zu nutzen. Vorher aber erst einmal rechts von der Straße ab und an einem See mit Strand und Schwimmsteg gefrühstückt.

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Nach kurzem zurücklehnen und Schwimmer beobachten (Finnen gehen nur ganz kurz schwimmen) ging es dann kurze Zeit später zurück auf die Straße. Wir hatten schließlich noch 200 km vor uns wollten die Tutorin nicht warten lassen. Die Strecke ging dabei sehr schön immer an Seen entlang. Gegen 14:30 Uhr und einiger Sucherei erreichten wir dann das Wohnheim Roninmäki in Jyväskylä. Dort trafen wir gegen 15:00 Uhr die sehr nette Tutorin die mir aber nur kurz die Schlüssel übergab und mich begrüßte, die Orientierungswoche sollte ja erst in 2 Wochen beginnen.

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Nach kurzem Inspizieren der Wohnung (dunkel, ungemütlich 🙁 ) und Ausladen des Autos fuhren wir zur Universität und setzten uns dort auf einen Steg. Die ganze Stadt liegt nämlich direkt zwischen zwei riesigen Seen. Dort hatten wir dann kurze Zeit später Treffen Nummer 2 mit einer Freundin aus Osnabrück, die ihr Auslandssemester an der selben Uni verbringen würde und bereits für einen Englischkurs in der Stadt war. Von ihr gab es erst einmal einen krassen Informationsinput und sie zeigte uns kurzer Hand Innenstadt, den Hafen und Teile vom Campus, nach einem Getränk in Schiffsbar musste sie dann allerdings auch schon wieder weg.

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Also erkundeten wir noch alleine die Innenstadt und streunten ein bisschen durch die Gegend. Im DNA-Store (dem populärsten Mobilfunkanbieter hier) ließ ich mir dann noch erklären wie ich an eine Datenflat komme. Danach machten wir uns auf den Rückweg zur Uni und stiegen dort vollkommen erschöpft ins Auto.

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Auf dem Rückweg hielten wir noch schnell am Supermarkt und deckten uns mit dem Sachen für das Abendessen ein. Im Wohnheim eingekehrt gingen wir nach schnellem Tiefkühlpizzadinner früh ins Bett um den nächsten Tag einigermaßen früh beginnen zu können.

Roadtrip Finnland – Tag 1

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Fast 3 Wochen bin ich nun schon in Finnland. Damals als ich noch manchmal in diesen Blog schrieb hatte ich mal verkündet, dass ich ein Auslandssemester in Finnland verbringen werde. Da es ziemlich doof gewesen wäre in ein neues Land zu reisen und in einem Ort zu sitzen ohne was vom Land gesehen habe beschloss ich kurze Zeit nach der Ankündigung, dass ein Roadtrip durch das Land in dem ich 3 1/2 Monate leben würde genau das richtig wäre. Dem Mädchen gefiel die Idee auch gut und daher beschlossen wir uns der Sache anzunehmen.

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Gesagt getan, am 20. August standen wir mit gepackten Taschen nach 3 Stunden Autofahrt am Flughafen in Frankfurt, nach Einchecken, Sicherheitskontrolle und mit einem komischen Gefühl im Bauch (bei mir) stiegen wir in den Flieger gen Helsinki. Nach unglaublich kurzem Flug landeten wir gegen 15:00 Uhr in Helsinki. Dort nahmen wir unser Gepäck in Empfang, irrten durch den Flughafen und nahmen schließlich bei Europcar unseren Mietwagen entgegen. Ein silberner Seat Ibiza der neusten Generation, wenig PS, 40.000 km auf dem Tacho, aber auch ziemlich wenig Verbrauch.

Nach dem Verstauen der Sachen im Auto ging es dann mit großartiger Laune Richtung Innenstadt, wo auch sonst kauft man Lebensmittel in einem fremden Land? Falsch gedacht, Helsinki ist ein absolutes Chaos, viel zu viele Autos, bescheuerte Straßenführung und kein Supermarkt mit Parkplatz in Sicht. Nach 45 Minuten herumirren flohen wir auf schnellstem Weg wieder aus der Stadt. Helsinki war ja eigentlich als Abschluss unserer Reise geplant. Also schnell die Autobahn Richtung Norden gesucht, rauf auf die 4 und Gas.

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Im ersten etwas größeren Ort (Järvenpää) dann wieder runter und im K-Market für viel zu viel Geld alles Nötige gekauft und erstmal den größten Hunger gestillt. Dort beschlossen wir, dass Autobahn fahren aus Gründen der Langeweile zu stoppen und möglichst vor allem Land- und Bundesstraßen zu nutzen um mehr von der Landschaft zu sehen. Also ab Järvenpää die Landstraße 140 weiter Richtung Norden.

Den Tag beendeten wir dann in Lahti, wo wir den schönen kleinen Campingplatz “Mukkola” direkt an einem See gelegen fanden. Wir bezahlten 22,- für Zeltplatz und 2 Personen. Nach Zeltaufbau (wir sollten noch schneller werden) und Vorbereiten der Schlafplätze saßen wir gegen halb 9 zum Abendbrot, nach einem (gefühlt) ziemlich langen Tag bei großartigem Sonnenuntergang am See. Erst jetzt begannen wir langsam zu begreifen, dass das wirklich gerade der Auftakt zu einem tollen Urlaub aber auch anschließenden 3 1/2 Monaten getrennten Leben war.

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